Dienstag, 8. November 2016

Ein Interview mit... mir!

Hallo, liebe Leser!

Vor Kurzem erhielt ich eine sehr überraschende Nachricht von Leserkanone.de, eine Website, die sich sehr intensiv mit Büchern beschäftigt und mittlerweile über 36.000 Mitglieder hat. Sie fragten mich auf Empfehlung von Jennifer von Jennys Bücherkiste (danke dafür, Jenny), ob ich denn nicht Lust auf ein Interview mit ihnen hätte. Sie würden mir zehn Fragen rund um meinen Blog und das Lesen stellen und ich sagte sofort ja, denn ich war sehr gespannt. Das Interview ist bereits im letzten Monat auf Leserkanone.de erschienen, aber hier habe ich es jetzt auch noch einmal für euch.

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– Wer steckt hinter »Sophias Bookplanet«? Seit wann gibt es Ihren Blog? Was hat Sie damals dazu gebracht, ihn zu erschaffen?

Eine beinahe Abiturientin namens Sophia, die am dritten August im Jahr 2013 einen wundervollen Bücherblog im Internet fand und sich sagte: Das will ich auch machen. Ich habe mich schon immer für Bücher und Geschichten interessiert, jedoch begann meine Bücherliebe erst mit der »Vampire Academy« – Reihe von Richelle Mead, die noch heute zu meinen allerliebsten gehört. Und als Bloggerin hatte ich mir vorgenommen, noch mehr Bücher zu finden, die mich so mitreißen und begeistern können. Am nächsten Tag wurde der Blog dann erstmals im braun-orangenen Design erstellt, welches jedoch bald abgeändert wurde, um etwas mehr Freude zu vermitteln. Und am 5. August, einem Sonntag, erschien dann die allererste Rezension zu einem Buch von P.C. Cast.


– Wie viele Bücher lesen bzw. rezensieren Sie im Schnitt? Lesen Sie immer nur ein Buch, oder lesen Sie mehrere Bücher parallel?

Im Monat versuche ich durchschnittlich vier Bücher zu lesen und zu rezensieren, jede Woche eine Rezension am Sonntag. Durch die Schule gab es jedoch auch Monate, in denen ich nur zwei Bücher geschafft habe, aber auch Monate, in denen ich dank der Schulferien sogar gleich acht gelesen habe. Dabei lese ich meistens ein Buch nach dem anderen, einfach, um die Bücher auch schneller zu beenden, jedoch kommt es hin und wieder, zum Beispiel wenn ich Sachbücher lese, vor, dass ich auch zwei Bücher gleichzeitig oder abwechselnd lese, um mich in dem etwas schwierigerem Buch voranzubringen. Dann sage ich mir immer so etwas wie: Wenn du deine 50 Seiten in dem Buch gelesen hast, dann darfst du den Rest des Abends ein anderes Buch weiterlesen, auf das du gerade mehr Lust hast.


– Was macht für Sie ein »gutes Buch« aus? Auf welche Faktoren legen Sie beim Lesen und Bewerten Ihr Hauptaugenmerk und warum?

Ich suche nach Geschichten und Protagonisten, die mich wirklich mitreißen. Ich suche nach Büchern, die ich geradezu verschlingen will und bei denen ich mir am Ende wünsche, ich hätte mir doch etwas mehr Zeit gelassen. Dabei muss etwas in der Geschichte passieren, was ich so nicht erwartet hätte. Jedoch darf es gleichzeitig aber auch nicht aus der Luft gegriffen sein. Ich wünsche mir Charaktere, bei denen es mir nicht egal ist, was mit ihnen passiert. Wenn sie weinen, dann möchte ich ebenfalls Tränen in den Augen haben. Und natürlich gilt das gleiche auch, wenn sie lachen. Obwohl ich manchmal auch lachen kann, wenn meine Protagonisten etwas überhaupt nicht lustig finden.


– Sind Sie auf spezielle Buchgenres spezialisiert? Wenn ja, was gefällt Ihnen an diesen Genres besonders? Gibt es Buchgenres, die Sie generell gar nicht lesen?

Es gibt wirklich kein Genre, das ich von vornherein ablehne, jedoch muss ich sagen, dass ich mich nicht so recht an Thriller heranwage. Ich habe bisher nur sehr wenige gelesen und dann auch keine richtig schlimmen, sondern eher Jugendthriller oder Dystopien mit einem Hauch Thriller. Auch Krimis habe ich bisher noch nicht wirklich für mich entdeckt, dabei hatte ich mir schon länger vorgenommen, ein Buch von Agathe Christie zu lesen.
Jedoch zieht es mich persönlich einfach immer wieder mehr zu Liebesgeschichten, auch wenn ich nicht wirklich der Schnulzentyp bin. Zumindest bei Filmen kann ich das gar nicht ab. Aber bei Büchern mag ich es gerne mal etwas romantischer, solange es nicht schnulzig wird. Besonders gerne mag ich es, wenn es halt keine einfache (Mainstream) Liebesgeschichte ist, bei der man anhand des Klappentextes bereits sieht, wer am Ende der Geschichte sein Happy End bekommt. Ich mag es, wenn das ganze etwas komplizierter ist und wenn Dinge passieren, die ich nicht hatte kommen sehen und die mich vielleicht sogar emotional total mitnehmen.
Hin und wieder lese ich auch gerne Fantasy, auch wenn mein Bedarf in diese Richtung in letzter Zeit etwas abgenommen hat. Was so viel heißt, dass ich zwar meine begonnenen Fantasy – Reihen weiterführe, einfach, da mir die Geschichten und Charaktere unheimlich gut gefallen (zum Beispiel T.S. Orgels »Die Blausteinkriege 1 - Das Erbe von Berun« oder Erika Johansens »Die Königin der Schatten«), jedoch keine neuen Reihen mehr beginne. Dystopien mag ich auch wirklich sehr gerne, jedoch nur, solange sie nicht völlig abdrehen und ich mich in der Welt zurecht finden kann.


– Lesen Sie nur Verlagsproduktionen, oder besprechen Sie auch die Bücher von Selfpublishern? Was halten Sie generell davon, dass immer mehr Bücher in Eigenregie produziert werden?

Ich lese vor allem eine Indie - Autorin sehr gerne, bei der ich auch behaupten kann, wirklich jedes Buch von ihr gelesen zu haben. An sich bin ich diesen Autoren gegenüber keineswegs abgeneigt, vor allem, da ich aus eigener Erfahrung weiß, dass es manche von ihnen wirklich drauf haben. Und nur weil ein Buch nicht von einem Verlag unter Vertrag genommen wird, weil es vielleicht nicht das ist, was sie gerade suchen, heißt das ja noch lange nicht, dass dieses Buch nicht genau das ist, was ein Leserherz gerade sucht. Außerdem denke ich, dass Selfpublisher einfach mehr Freiheiten in der Gestaltung ihrer Bücher haben, was nicht unbedingt etwas Gutes sein muss, es aber durchaus sein kann. Bei Verlagen habe ich persönlich manchmal das Gefühl, sie suchten wirklich nur ein Typ Buch und dadurch ähneln sich die Bücher dann auch sehr schnell.


– Warten Sie darauf, dass Autoren oder Verlage Sie anschreiben und Ihnen Rezensionsexemplare anbieten, oder wenden Sie sich selbst an sie? Oder rezensieren Sie gar nur die Bücher, die Sie sich selbst kaufen?

Ich war schon immer der Typ, der in die Offensive geht. Daher kann ich sagen, dass ich Verlage auch von selbst anschreibe, sollte ich ein Buch sehr gerne rezensieren wollen. Und bisher habe ich damit auch nur gute Erfahrungen gemacht und hielt das Buch dann tatsächlich kurz darauf in meinen Händen. Eine große Hilfe für uns Blogger ist natürlich auch das Bloggerportal der Randomhouse Verlagsgruppe, was ich wirklich jedem Blogger empfehle, denn er vereinfacht das Anfragen von Rezensionsexemplaren ungemein. Jedoch schreibe ich persönlich auch noch andere Verlage an, wenn ich ein Buch aus ihrem Programm gerne besprechen würde. Bei Indie – Autoren bin ich jedoch stark in die Defensive gegangen, da diese ihre Bücher meist nur als eBooks anbieten und ich es nicht wirklich mag, mit meinem eReader zu lesen und es daher auch nur sehr selten tue. So kommt es, dass ich eBooks nur sehr selten, eher nur in Ausnahmen annehme, da ich aus Erfahrung weiß, dass sie zumeist sehr lange darauf warten müssen, gelesen zu werden.


– Welches Buch oder welche Bücher sind Ihnen besonders positiv in Erinnerung geblieben, seitdem Sie Ihren Blog gestartet haben? Was gefiel Ihnen an ihnen ganz besonders gut?

Es ist vermutlich ganz normal, dass mir hier mein Lieblingsbuch in den Sinn kommt, aber dennoch freue ich mich jedes Mal ungemein, wenn ich es irgendwie ins Gespräch bringen kann. Denn Molly McAdams' »Taking Chances - Im Herzen bei dir« hat einfach mein Leben verändert. Dieses Buch hat einfach all das, was ich in der dritten Frage aufgezählt habe und ist vermutlich ein Stück weit auch meine Messlatte, auch wenn ich nicht von jedem guten Buch erwarte, dass es mich jedes Mal fast zum Heulen bringt, wenn ich auch nur am diesen einen Charakter denke. Es ist selbstverständlich nicht das einzige Buch, das mir positiv in Erinnerung geblieben ist, denn davon gibt es wirklich sehr viele, jedoch ist dieses das Buch, das mich von all den Büchern in meinem Regal am meisten mitgerissen hat. Und dafür habe ich der Autorin schon persönlich gedankt. Und dieses Buch ist nicht ihr Einziges, was ich liebe. Mich haben bis jetzt alle Bücher, die im Deutschen von ihr erschienen sind, begeistert und mitgenommen.


– Gab es Bücher, die Ihnen überhaupt nicht gefallen haben oder bei denen Sie das Lesen gar abgebrochen haben? Welche waren das, und was missfiel Ihnen an ihnen?

Für mich ist wichtig, dass mich ein Buch wirklich mitreißen kann und ich unbedingt wissen will, wie es mit den Charakteren weitergeht. Vielleicht kann man das »unbedingt auch weglassen, denn ich habe schon zahlreiche Bücher beendet, in denen ich es nicht so dringend wissen wollte, es mich aber dennoch interessierte. Wenn es mir aber völlig egal ist, dann scheint mich dieses Buch nicht wirklich gefangen zu nehmen. Ich habe schon einige Bücher abgebrochen, die man aufgezählt auch auf meinem Blog findet. So zum Beispiel den ersten Band der The Wolves of Mercy Falls – Reihe, von dem ich einfach so viel mehr erwartet hatte, da alle so sehr von ihm geschwärmt haben. Aber auch nach mehr als hundert Seiten konnte ich diesen Hype kein bisschen nachvollziehen. Und irgendwann hatte sich dieser dann wieder gelegt und auch mein Interesse an der ganzen Trilogie. Seitdem steht sie zwar noch immer wunderschon, aber auch noch immer ungelesen in meinem Regal.


– Werden auf Ihrem Blog nur Bücher rezensiert, oder können Ihre Besucher auch andere Dinge bei Ihnen lesen?

Auf meinem Blog gibt es noch einiges mehr zu sehen, das kann ich versprechen. Ich versuche, so oft wie möglich oder besser gesagt, immer wenn mich das Thema interessiert, am Top Ten Thursday teilzunehmen, bei dem man eine Top Ten Liste zu einer bestimmten Aufgabe aufstellt (zum Beispiel: 10 Bücher, die mehr als 500 Seiten haben). Weiterhin stelle ich mindestens einmal im Monat meine Neuzugänge vor, schreibe wie bereits erwähnt mindestens einmal die Woche eine Rezension und veröffentliche hin und wieder auch Interviews mit Autoren. Seit Kurzem habe ich auch ein Format, in dem ich zu Beginn jedes Monats kurz die Serien vorstelle, die ich im letzten gesehen oder begonnen habe, um meine Leser auch dahingehend zu beraten und auf einige tolle Entdeckungen aufmerksam zu machen. Und hin und wieder findet man auf meinem Blog sogar einen Buch – Film - oder einen Buch – Serie – Vergleich. Und das war noch nicht alles…


– Haben Sie Kontakt zu anderen Bloggern? Wenn ja, könnten Sie unseren Lesern vielleicht zwei oder drei von ihnen besonders ans Herz legen? Was schätzen Sie an ihnen?

Selbstverständlich! Es ist wohl eher schwer, sich hier auf zwei oder drei zu beschränken, da es einfach unfassbar viele tolle Blogger da draußen gibt, von denen ich vermutlich noch nicht einmal die Hälfte persönlich getroffen habe, auch wenn ich ihre Blogs lese.
Zum einen möchte ich euch Sarahs Blog Books on Petrovafire (http://booksonpetrovafire.blogspot.de) empfehlen, denn auch wenn sich ihre Posts zurzeit sehr auf Serien beschränken und sie anscheinend gerade an einem eigenen Buch arbeitet, liebe ich ihre Rezensionen und ich teile ihre Meinung über bestimmte Bücher sehr oft.
Weiterhin möchte ich euch Saskia und ihren Blog Sixth Chapter (http://sixthchapter.blogspot.de) empfehlen, denn dieser Blog ist einfach traumhaft schön und ich mag Saskias Rezensionen vor allem, da sie so schön kurz sind, jedoch alles ausdrücken, was wichtig und überzeugend ist.
Als drittes muss ich auf jeden Fall noch Katha von Welt in Buchstaben (http://fjolamausis-leseecke.blogspot.de) erwähnen, auch wenn sie zurzeit ebenfalls nicht so aktiv ist. Aber da ich sie dieses Jahr auf der Leipziger Buchmesse kennenlernen durfte, kann ich euch sagen, dass sie ein wunderbarer Mensch ist. Vielleicht können wir sie ja mit ein paar Kommentaren dazu bewegen, auf ihrem Blog wieder etwas aktiver zu werden, auch wenn ich ihren Youtube – Kanal auch sehr mag.

Das Team von Leserkanone.de dankt Sophia für die Zeit, die sie sich genommen hat!

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Und ich bedanke mich für dieses schöne Interview bei dem Team von Leserkanone!

Liebe Grüße, eure Sophia

1 Kommentar:

  1. Hallo,

    tolle Antworten. Besonders deine Antwort über die Selfpublisher kann ich auch so unterschreiben. Verlage haben oft einfach nur Einheitsbrei. Leider ist es schwer auf dem überfüllten Markt der Selbstveröffentlichungen die Perlen rauszupicken. Aber es gibt sie.
    Liebe Grüße
    Andrea

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