Dienstag, 6. Dezember 2016

[Weihnachtsspecial] Ein Interview mit Saskia Louis

Hallo, liebe Leser!

Wie versprochen dürft ihr euch in diesem Monat auf vier Interviews freuen und gleich heute, am Nikolaustag habe ich das erste für euch! Meine Interviewpartnerin ist eine äußerst humorvolle, aber ebenso intelligente Frau, die ich bereits nach ihrem ersten Band zu meinen deutschen Lieblingsautoren gezählt habe. Nachdem ich vor Kurzem auch ihren zweiten Band der Baseball Love - Reihe gelesen habe, ist sie sogar zu meinen Lieblingsautorinnen (Natonal/international) aufgestiegen, denn ihre Bücher bringen mich immer wieder zum Lachen und ich bin unheimlich froh, dass sie mir ein paar meiner zahlreichen Fragen beantwortet hat. Herzlichen Dank an...

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Saskia Louis

kam 1993 in Herdecke mit einer Menge Fantasie zur Welt, die sie seit der vierten Klasse nutzt, um Geschichten zu schreiben. Zusammen mit ihren zwei älteren Brüdern wuchs sie in der Kleinstadt Hattingen auf, doch über die Jahre hat sie ihr Zuhause in unterhaltsamer Frauenliteratur und Fantasy gefunden.
Sie ist überzeugt davon, dass Kuchen zwar nicht alle, aber doch die meisten Probleme lösen kann und glaubt, dass Tagträumen eine unterschätzte Profession ist.
Heute studiert sie Medienmanagement in Köln, gestaltet Beiträge für den Bürgerfunk, schreibt Songs und wünscht sich, dass Menschen mehr singen als schimpfen würden. Ihr größter Traum ist es, den Soundtrack zur Verfilmung eines ihrer Bücher zu schreiben. Q


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Mein Lieblingsbuch von ihr: Liebe auf den ersten Schlag

9783960870401

Luke hat ein Problem. Die Presse denkt, er ist ein Womanizer und das findet das Management des Baseballspielers überhaupt nicht lustig. Eine prüde, langweilige und durchschnittliche Freundin muss her … und wer würde sich da besser eignen als die süße, deutsche Eventplanerin, der ‚normal‘ und ‚langweilig‘ praktisch auf die Stirn geschrieben steht?
Emma hat kein Problem. Bis sie von ihrer Firma nach Philadelphia versetzt wird und sie ausgerechnet ihrem einzigen One-Night-Stand über den Weg läuft. Dass der Kerl berühmt und reich ist, hat er bei der letzten Begegnung wohl vergessen zu erwähnen. Und dann kommt er auch noch mit der wahnwitzigen Idee um die Ecke, sie solle seine Freundin mimen, damit er sein Image aufpolieren kann. Natürlich wird sie das nicht tun. Doch der Mann hat einfach ein paar richtig gute Argumente …

Liebe auf den ersten Schlag – Leseprobe



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Und hier kommt mein kleines Interview mit der Autorin:

Ich: Zwei Bände, zwei heiße Typen (eigentlich ja noch einige mehr) und zwei schlagfertige Damen (auch wenn Dexter mir widersprechen würde): Wenn du einen deiner Charaktere als deinen besten Freund oder deine beste Freundin haben könntest, wen würdest du wählen?


Saskia: Oh, wie gemein. Ich liebe alle meine Kinder gleich … äh … Charaktere! Ich liebe alle meine Charaktere und würde am liebsten eine fette Party mit ihnen schmeißen, bei der ich dann Luke unter den Tisch trinken, mich von Emma im Billard schlagen lassen und mir von Kaylie und Dexter etwas von Baseball erzählen lassen könnte. Wenn ich deine Frage jetzt aber beantworten MUSS … mhm … also, die Kerle könnten nicht meine besten Freunde sein, weil ich dann versucht wäre, sie Emma und Kaylie auszuspannen. (Und ich weiß, was sie mögen, wäre dann wahrscheinlich auch erfolgreich und meine Leserschaft würde mich auf ewig hassen – das kann ich also nicht riskieren.) Aber zwischen Emma und Kaylie kann ich mich unmöglich entscheiden. Ich würde sie einfach direkt beide nehmen!


Ich: Treten bei unseren Protagonisten Emma und Kaylie Eigenschaften auf, die von deinem eigenen Charakter inspiriert sind? Oder erinnern sie dich an Personen aus deiner Umgebung?


Saskia: Ich würde grundsätzlich sagen, dass jeder Charakter etwas von mir selbst in sich trägt. Das lässt sich einfach nicht verhindern, denn mein Unterbewusstsein kann ich nicht ausschalten. Insgesamt glaube ich, wenn ich das bescheiden bemerken darf, dass ich Emmas und Kaylies Schlagfertigkeit und Humor mit ihnen teile. Ich liebe Schokolade wie Emma (kann Weingummi allerdings nicht wirklich viel abgewinnen, vor allem nicht dem Englischen Weingummi, das einem zwischen den Zähnen klebt), bin dafür katastrophal schlecht im Billardspielen. Ich bin wie Kaylie eine schlechte Gewinnerin und wie Emma liebe ich es, zu provozieren. Und manchmal bin ich wie Emma etwas unsicher darin, was Menschen von mir denken könnten. Andererseits bin ich oftmals sehr unorganisiert und verplant. Ich bin übrigens großer Fan von dem Wort Strüh und verfolge wie Kaylie das Ziel, es im den allgemeinen Sprachgebrauch einzuführen! Ich habe also Ähnlichkeit mit beiden Charakteren, und bin gegenteilig zu manchen Eigenschaften.
Ansonsten würde ich fast behaupten, dass ich wirklich penibel genau darauf achte, keine Charaktere zu entwerfen, die allzu nah an mir oder an meinen Freunden sind. Gerade letzteres versuche ich zu verhindern, denn das könnte mich wirklich in Schwierigkeiten bringen, wenn meine Freunde anfangen zu fragen: „Du, sag mal … basiert die Figur auf mir?“


Ich: Was verbindet dich persönlich mit Baseball?


Saskia: Ich habe eine riesige Familie und unter anderem auch diverse Tanten, Onkel, Cousinen und Cousins, die in den USA wohnen. Mit achtzehn war ich eine Zeit lang bei Verwandten, die bei Philadelphia gewohnt und mich dann prompt zu meinem ersten Baseballspiel mitgenommen haben. Ich fand das total faszinierend, weil das Spiel anders war als jeder Sport, den ich in Deutschland je zu Gesicht bekommen hatte. Nachdem mir dann in aller Bandbreite die Regeln erklärt worden sind (es wurde zumindest versucht, denn du meine Güte, es gibt so unglaublich viele Regeln!), hatte ich echt ziemlichen Spaß dabei, zuzusehen. Ich habe außerdem dort öfter mit meinen Cousins auf der Wiese hinterm Haus Baseball gespielt – und es kann sehr befriedigend sein, mit einem Stück Holz auf einen Ball einzuschlagen. Als ich dann zurück nach Deutschland kam, wusste ich, worum es in meinem nächsten Buch gehen würde.


Ich: Ich persönlich liebe ja die Teamdynamik der Delphies und was sich so in den Umkleidekabinen abspielt. Würdest du gerne einmal einen Tag mit dem Team verbringen und wenn ja, was würdest du mit diesen ganzen Traumtypen anfangen?


Saskia: Ja, mir machen diese Umkleiden-/Fitnessraumgespräche auch mit am meisten Spaß beim Schreiben und natürlich würde ich gerne eine ganze Woche mit den Jungs verbringen! Besonders mit Jake würde ich gerne mal ein, zwei Worte wechseln. Ich glaube, wir hätten da einiges zu bereden. Außerdem würde ich einfach gerne mal ein Bier mit den Jungs trinken gehen wollen (Für mich gäbe es Weißwein, ich mag kein Bier), ein bisschen mit ihnen rumblödeln und lachen.


Ich: Kannst du uns einen kleinen Tipp darauf geben, was uns im dritten Band erwarten wird?


Saskia: Band Drei der Reihe wird noch einmal komplett anders als die Teile davor. Inwiefern anders kann ich noch nicht so ganz benennen. Vielleicht insgesamt etwas nachdenklicher, was vor allem an den Hauptcharakteren Chloe und Sam liegt, die beide einige persönliche Probleme haben – nicht zu vergessen eine nicht so einfache (gemeinsame und getrennte) Vergangenheit. Zeitlich wird das Ganze parallel von der Novella „Spiel um deine Hand“ laufen und es wird auch die ein oder andere Anspielung zu finden sein … aber mehr verrate ich nicht


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Herzlichen Dank an dieser Stelle noch einmal an Saskia Louis für das Interview und auch für ihre unterhaltsamen und emotionalen Bücher.

 Wenn ich euch mit diesem Interview und der Autorenvorstellung vielleicht Lust auf die Bücher von Saskia Louis gemacht habe, dann schaut auf jeden Fall in der Woche zwischen Heiligabend und Silvester hier vorbei ;)

Liebe Grüße, eure Sophia
 

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