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Samstag, 27. Februar 2016

Ein ganz besonderes Jahr

Autor: Thomas Montasser
Verlag: Piper
Reihe: -
Seiten: 192
Kapitel: 15
Ausführung: Taschenbuch
Preis: 8,99€
ISBN: 978-3-492-30689-8
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Leseprobe
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Der Klappentext:

Eigentlich wollte Valerie die etwas altmodische Buchhandlung ihrer spurlos verschwundenen Tante auflösen. Doch die junge Betriebswirtin hat die Macht der Bücher und die Magie der kleinen Buchhandlung mit dem Samowar unterschätzt. Jeden Tag entdeckt sie neue Schätze der Literatur und taucht immer tiefer in die zauberhafte Welt der Bücher ein. Als sie auf ein merkwürdiges Buch stößt, das nicht zu Ende geschrieben wurde, hält sie es für einen Fehldruck. Doch dann betritt ein Kunde ihre Buchhandlung, der genau dieses Buch schon lange sucht … Q
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Der Autor:

Thomas Montasser arbeitete als Journalist und Universitäts-Dozent und war Leiter einer kleinen Theatertruppe. Er schrieb den großen Epochenroman »Die verbotenen Gärten«, unter dem Pseudonym Fortunato auch Kinderbücher wie »Zauber der Wünsche«. Als Vater von drei Kindern lebt er mit seiner Familie in München. Er ist Literaturagent und kennt nichts Schöneres, als in kleinen Buchhandlungen zu stöbern. Mit »Ein ganz besonderes Jahr« hat er sich seinen Traum erfüllt, endlich ein Buch über die Macht der Geschichten und über ihren Zauber zu verwirklichen. Q
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Meine Meinung zu diesem Roman:


Das Erste, was mir an diesem Buch aufgefallen ist, ist, dass es sich wirklich sehr in seiner Art von anderen Büchern unterscheidet. Der erste große "Schock" war für mich, dass es einen Erzähler gibt, der die Geschichte von Valerie erzählt, gleichzeitig aber auch sehr viele Hintergrundinformationen über den Buchladen ihrer Tante preisgibt. Jedoch empfand ich es irgendwie unangenehm, in einem Buch wortwörtlich von "unsere[r] Protagonistin" (S. 28) zu lesen.

Zu Beginn konnte ich mir das ganze Geschehen recht gut als Film vorstellen, doch nach einer Weile würde dieser mir vielleicht doch etwas zu langweilig werden. Denn nach einige Kapiteln wurde mir das Ganze doch etwas zu detailreich und ausgeschmückt. Es gibt in diesem Buch wirklich sehr schöne Zitate, was Bücher, einen Buchladen oder die Literatur an sich betrifft, doch auf einigen Seiten interpretierte der Autor wirklich so viel in all das hinein, dass ich einfach nur die Augen verdrehen wollte. Aber sieht man davon ab, finde ich es äußerst interessant, dass sehr viele Buchtitel und auch Autoren genannt werden. Mir selber waren nur wenige, wie Hermann Hesse zum Beispiel, bekannt, jedoch habe ich es sehr genossen, einfach ein paar Autorennamen in mich aufzusaugen.

"In der Tat, Literatur kann einen Menschen fesseln und seine Aufmerksam gefangen nehmen. Sie kann uns in andere Welten versetzen und uns der Beschwernisse des Alltags entheben, sodass wir ganz in ihr aufgehen."
- S. 47

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich mir dieses Buch wirklich anders, und in diesem Fall leider auch besser vorgestellt habe. An manchen Stellen fand ich es wirklich schwer, mich auf dieses Buch überhaupt zu konzentrieren und hatte teilweise am Anfang der Seite ihren Anfang bereits wieder vergessen. Ich fragte mich mehrere Male während des Lesens, wohin diese Geschichte wohl noch führen wird, und konnte nicht einmal wirklich Vermutungen anstellen. Denn die wenigen, die ich schließlich doch gemacht habe, wurden ebenfalls enttäuscht.

Mit der Zeit nimmt Handlung dann jedoch zu und es gibt einige interessante Begegnungen und Konversationen. Valerie gewöhnt sich an ihre Aufgabe als Buchhändlerin, auch wenn es alles andere als leicht ist. Der im Klappentext erwähnte Mann tritt auf und brachte mein Herz zum Schnellerschlagen. Er ist eine der wenigen Pluspunkte für diesen Roman. Es gibt auch viele kleine Details in diesem Buch, wie Sven oder Valeries wohl beste Freundin, welche nicht besonders hochgepusht werden, jedoch in ihrer Schlichtheit und Gewöhnlichkeit das Buch nach und nach äußerst interessant gestalten. Um die Mitte des Romans habe ich es dann auch bis kurz vor den Schluss wirklich gerne und mit Vergnügen gelesen.

"Doch wer weiß, dass er das Richtige tut, und wer so sehr die Sache selbst liebt, der nimmt manche Mühsal und manche Enttäuschung hin."
- S. 179

Jedoch wurde ich zum Ende hin noch einmal sehr überrascht, aber auch enttäuscht. Das Ende wirkt, auch wenn es durchaus schön ist, einfach nur unrealistisch und schnulzig. Ich hätte mir nach all den realistischen Strapazen, die Valerie mit dem Buchladen durchlaufen musste und denen ich sehr gerne beigewohnt habe, ein zumindest zufriedenstellendes und ebenfalls realistisches Ende gewünscht.

Fazit: Nach einem recht anstrengenden Anfang hat mir dieses Buch in seinem Hauptteil wirklich gut gefallen. Ich mochte es, Valeries Alltag und ihre Begegnungen mit völlig fremden Menschen in dem Buchladen ihrer Tante zu erleben. Jedoch blieb das Buch an sich trotz seines recht unterhaltsamen und interessanten Mittelteils weit hinter meinen Erwartungen zurück.Vor allem hat mich enttäuscht, dass der auf dem Klappentext erwähnte Mann und auch das Buch, welches er sucht, kaum eine Rolle spielen. Vielleicht hätte ich nicht so hohe Erwartungen haben sollen, aber dieses Buch von Thomas Montasser konnte mich leider nicht überzeugen.


Trotzdem herzlichen Dank für dieses Rezensionsexemplar an den Piper Verlag.

Liebe Grüße, eure Sophia

Samstag, 20. Februar 2016

Der Leo Plan

Autor: Janne Schmidt
Verlag: Piper
Reihe: -
Seiten: 288
Kapitel: 13
Ausführung: Taschenbuch
Preis: 9,99€
ISBN: 978-3-492-30845-8
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Leseprobe
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Der Klappentext:

Anne leidet an akutem Herzbruch, denn ihr Freund Leo hat mit ihr Schluss gemacht. Grundlos und aus heiterem Himmel. Doch anstatt weiter mit den Tränen zu kämpfen, beschließt Anne, ihn zurückzuerobern: indem sie ihn mit Marc eifersüchtig macht. Der ist ein arroganter, selbstgefälliger, unhöflicher und zugegebenermaßen ganz gut aussehender Typ, der mit seinen Freunden gewettet hat, dass er Anne rumkriegt. Er ist das ideale Opfer für ihren Plan, denn er spielt nur mit ihren Gefühlen und sie nur mit seinen. Da kann gar nichts schiefgehen. Oder? Q
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Die Autorin:

Janne Schmidt, geboren 1997, lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Bremerhaven und macht 2016 ihr Abitur. Sie liebt Eishockey und backt gerne für ihre Familie (wobei es immer entweder gut aussieht oder gut schmeckt – leider nie beides gleichzeitig). Außerdem schreibt sie wundervolle Bücher auf Wattpad. Ihr Debüt »Der Leo Plan« schaffte es auf die Shortlist des 1. Piper Awards »erzählesuns«. Q
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Meine Meinung zu diesem Roman:


Bei diesem Buch hat mich das Cover aber auch der Klappentext sehr angesprochen, da ich einfach mal wieder Lust auf ein richtiges Mädchenbuch hatte. Dieses kam da wie gerufen, denn Liebeskummer und mehrere Typen passen da doch gut in meine Suchfilter.
Doch zuerst will ich noch sagen, dass das Mädchen auf dem Cover meiner Meinung nach nicht viel Ähnlichkeit mit Anne hat, zumindest nicht mit der Anne, die ich mir durch ihre Beschreibungen im Buch vorgestellt habe.

Anne, unsere Protagonistin, macht eine schwere Zeit in ihrem Leben durch: ihre große Liebe Leo(nard) hat mit ihr Schluss gemacht, aus heiterem Himmel. Zu Beginn des Buch merkt man wirklich sehr, wie sich Anne noch immer nach ihm verzehrt und ihn zurückhaben will, sodass sie nach dem ersten ganz zufälligen Treffen mit Marc, der unglaublich arrogant wirkt, sich diesen tollen Plan ausdenkt, um Leo zurückzugewinnen. Dabei sollte ja eigentlich nichts schief gehen. Doch bereits bei Annes und Marcs erstem Date konnte ich mich kaum noch zurückhalten, die beiden zu shippen, auch wenn sie sich die meiste Zeit nur anmeckerten.

Zu der Handlung und den Charakteren dieses Buches an sich möchte ich nichts weiter sagen, da jede kleinste Information vermutlich schon in die Kategorie Spoiler fallen würde. Es gibt vor allem zum Ende hin einige unerwartete Wendungen, die mir einerseits gut gefallen haben, andererseits aber auch etwas zu tragisch für meinen Geschmack sind. Das war wohl auch mein einziger Minuspunkt in diesem Buch, da es einfach etwas zu viel wurde und die Autorin sich scheinbar nicht mit dem Hauptweg zufrieden geben wollte, sondern noch einige andere Faktoren mit hinzuziehen musste.

Mein absolutes Highlight in diesem Buch war der erste Samstag in diesem Buch, als Anne dann auf Marc UND dessen Bruder Chris trifft, was wirklich äußerst unterhaltsam ist. Ihr wisst ja vermutlich, dass ich ein Faible für Brüder habe.
Jedoch auch ohne Chris sind die beiden äußerst amüsant. Ich habe selten ein Paar getroffen, das mich so fasziniert und gleichzeitig so genervt hat. Jedoch lag es meistens an Marcs teilweise sehr beleidigendem Humor und Annes starkem Willen, ihn zu hassen, auch wenn ich beides mit der Zeit wirklich liebgewonnen habe.

Zu Beginn und auch wirklich bis kurz vor Ende des Buches erschien mir die Geschichte zwar nicht langweilig, aber teilweise sehr unrealistisch, vor allem was Leo betrifft. Doch zum Glück wurde ich am Ende eines Besseren belehrt, denn was ich für so unwirklich hielt, wurde schließlich vernünftig und auch realistisch erklärt.


Fazit: Ein tolles Jugendbuch, dass sich neben der Frage nach der großen und wahren Liebe auch noch mit Themen wie Vorurteilen, Freundschaft und Empathie beschäftigt. Ein schönes, irgendwie auch schnulziges, aber recht vernünftiges Ende rundet das Ganze schön ab und beendet eine wirklich schnell lesbare und unterhaltsame Geschichte.

Herzlichen Dank für dieses Rezensionsexemplar an den Piper Verlag!

Liebe Grüße, eure Sophia

Sonntag, 3. Januar 2016

Zwanzig Zeilen Liebe

Autor: Rowan Coleman Verlag: Piper
Reihe: -
Seiten: 416
Kapitel: 37
Ausführung: Paperback
Preis: 14,99€
ISBN: 978-3-492-06017-2
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Leseprobe
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Der Klappentext:

Manchmal können zwanzig Zeilen die Welt bedeuten
Sorg dafür, dass dein Vater sich wieder verliebt. Iss jeden Tag Gemüse. Trau keinem Mann mit übermäßigem Bartwuchs. Tanz auf meiner Beerdigung zu Dean Martin. Nacht für Nacht bringt Stella diese und andere Zeilen zu Papier. Doch es sind nicht ihre eigenen Gedanken und Wünsche. Die Hospizschwester schreibt Abschiedsbriefe im Auftrag ihrer schwer kranken Patienten und überreicht deren Nachrichten, nachdem sie verstorben sind. Bis sie einen Brief verfasst, bei dem sie keine Zeit verlieren darf. Denn manchmal lohnt es sich zu kämpfen: Für die Liebe. Für das Glück. Für den einen Moment im Leben, in dem die Sterne am Himmel ein wenig heller leuchten … Q
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Die Autorin:

Rowan Coleman lebt mit ihrer Familie in Hertfordshire. Wenn sie nicht gerade ihren fünf Kindern hinterherjagt, darunter lebhafte Zwillinge, verbringt sie ihre Zeit am liebsten schlafend, sitzend oder mit dem Schreiben von Romanen. Da kann das Bügeln schon mal zu kurz kommen. Rowan wünschte, ihr Leben wäre ein Musical, auch wenn ihre Tochter ihr mittlerweile verboten hat, in der Öffentlichkeit zu singen. Sie veröffentlichte bereits mehrere sehr erfolgreiche Romane. Q
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Meine Meinung zu diesem Roman:


Dieses Buch habe ich gemeinsam mit "Versehentlich verliebt" von Adriana Popescu beim Piper Verlag angefragt, jedoch aus einem ganz anderen Grund: Das Cover ist schlicht, jedoch gleichzeitig auch sehr interessant. Der Klappentext konnte mich bereits wahnsinnig berühren und mir war klar, dass ich bei diesem Buch wohl an meine Grenzen kommen und auch das eine oder andere feuchte Augen haben würde.

Bereits der wunderschöne und gleichzeitig unheimlich schockierende Prolog hat mich unheimlich mitgerissen. Sobald ich den letzten Satz gelesen hatte, musste ich das Buch ersteinmal zur Seite legen und ein paar Minuten über diese drei Seiten nachdenken. So etwas habe ich wirklich noch nie erlebt!

Eine Besonderheit dieses Buches sind auf jeden Fall die Briefe, die man fast nach jedem Kapitel findet, was bedeutet, es sind über 30 Stück. Jeder einzelne trägt eine kleine Geschichte in sich, über die Liebe, Familie, aber auch Freundschaft und Vergebung. Jedes einzelne Mal konnte ich mittrauern, mitbedauern und sehr oft auch vor Überraschung die Augen weit aufreißen.

Das Buch wird größtenteils aus drei verschiedenen Perspektiven unserer drei Protgonisten erzählt: Stella, Hope und Hugh. Nur ein einziges Mal erhält der Leser auch Einblick in Vincents (Stellas Mann) Kopf. Diese drei Hauptcharaktere sind wirklich recht verschieden. Sie haben alle ihre Eigenarten und ihre spezielle Weise an Dinge und Probleme heranzugehen. Ich habe es sehr genossen, abwechselnd ihre Geschichten zu verfolgen. Wobei ich gestehen muss, dass mit Hughs Rolle in diesem ganzen Buch erst recht spät aufging, wobei ich seine Gedanken jedoch am meisten genoss.

An einer Stelle habe ich mich jedoch richtig über die Übersetzung geärgert: Im achten Kapitel, welches aus Hughs Sicht erzählt wird, spricht dieser eine völlig fremde Frau mit "du" an, was vermutlich nicht so von der Autorin beabsichtigt war. Das passt irgendwie nicht so wirklich zu Hugh.

Ich muss sagen, dass die Geschichte von Stella und ihrem Mann Vincent, der nach einem Hinterhalt in Afghanistan sein Bein verloren hat, mich am meisten berührt hat. Ihr Höhepunkt liegt wohl in der fünften Nacht, bei der ich wirklich wahnsinnig nah am Heulen war.
Trotzdem konnte mich die Geschichte von Hope, die unter Mukoviszidose leidet, und Ben, ihrem besten Freund, noch mehr begeistern und mitreißen. In der sechsten Nacht ging es zwischen den beiden so ergreifend zu, dass ich wirklich geweint habe. Jedoch kann ich sagen, dass ich jede einzelne ihrer Szene unfassbar genossen habe. Ben und Hope haben einfach eine tolle Chemie, auch wenn sie ja angeblich nur beste Freunde sind.

Auch wenn dieses Buch nie mehr so richtig an dieses Gefühl, das es bereits im Prolog bei mir ausgelöst hat, wieder rangekommen ist, konnte ich es bis zur letzten Seite genießen. Auch wenn ich das Gefühl hatte, zum Scluss würde es etwas nachlassen, finde ich das Ende richtig gelungen und wahnsinnig schön.

Fazit: Drei Protagonisten, die jeder für sich ein Leben leben und deren Geschichten doch unweigerlich verbunden sind. Drei völlig verschiedene Geschichten, die doch in einer Sache übereinstimmen: Liebe. Auch wenn es keineswegs jedes Mal die gleiche Art von Liebe ist.
Emotional, packend, schön, traurig und mitreißend: Das alles ist Rowan Colemans neuer Roman.

Vielen Dank für dieses Rezensionsexemplar an den Piper Verlag!

Liebe Grüße, eure Sophia.

Samstag, 2. Januar 2016

Versehentlich verliebt

Autor: Adriana Popescu
Verlag: Piper
Reihe: -
Seiten: 224
Kapitel: 24
Ausführung: Taschenbuch
Preis: 8,99€
ISBN: 978-3-492-30636-2
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Der Klappentext:

Auf dem Weg nach Berlin bleibt die Reisebuchlektorin Pippa am Stuttgarter Flughafen hängen – und das ausgerechnet über die Feiertage! In der überfüllten Wartehalle lernt sie den ebenfalls gestrandeten Lukas aus Hamburg kennen, und schon bald erwärmt sein frecher Charme ihr chronisch gebrochenes Herz. Dann passiert es: Bevor Pippa es verhindern kann, hat sie sich versehentlich verliebt. Doch wohin geht die Reise für die beiden? Heute noch? Oder erst morgen? Denn der nächste Abflug kommt bestimmt … Q
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Die Autorin:

Adriana Popescu, 1980 in München geboren, arbeitete als Drehbuchautorin für das Deutsche Fernsehen, bevor sie als freie Autorin für verschiedene Zeitungen, Zeitschriften, Online-Portale und City-Blogs schrieb. Wenn Adriana Popescu nicht an ihren Texten arbeitet, widmet sie sich der Fotografie oder singt (viel zu laut und falsch) Lieder im Radio mit. Ihre als E-Books selbstverlegten Romane »Versehentlich verliebt« und »5 Tage Liebe« sind große Überraschungserfolge. Nach »Lieblingsgefühle« und »Lieblingsmomente« erschien zuletzt »Ewig und eins«. Sie lebt in Stuttgart. Q
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Meine Meinung zu diesem Roman:


Um ehrlich zu sein, habe ich von diesem wirklich recht dünnen Buch nicht gerade viel erwartet. Das Cover kann mich zum Beispiel gar nicht begeistern. Im Nachhinein finde ich sogar, dass die zwei Personen darauf gar nicht wirklich auf die Protagonisten passen. Der einzige Grund, warum ich dieses Buch überhaupt angefragt hatte, ist, dass scheinbar alle Adriana Popescu so verehren und ihre Bücher lieben. Also dachte ich mir, dass da schon irgendetwas dran sein muss. Und tatsächlich kann ich bereits nach einem Buch der Autorin nachvollziehen, was ihre Leser so an ihr lieben.

Pippa ist eine recht außergewöhnliche Protagonistin und das liegt nicht einzig und alleine an ihrem Namen. Sie ist cool und schlagfertig, noch dazu jedoch ein totales Fangirl. Ich konnte mich super mit ihr identifizieren, auch was das blitzartige Verlieben im Fall Lukas angeht. Ihre Art zu denken und somit Adrianas Schreibstil sind einfach wunderbar. Ich habe selten so oft bei einem Buch geschmunzelt oder sogar gelacht. Vor allem ihre vielen Anspielungen auf Filme und Serien, sowie ihre nerdigen Konversationen mit Lukas konnten mich einfach wahnsinnig begeistern.
Apropos Lukas: Einfach nur zum Verlieben! Auch wenn er zu Beginn recht schnöselhaft und arrogant wirkt, liegt dies wohl größtenteils an Pippas Stimmung, die ihr deutlich durch den White Christmas - Song und ihre fehlenden Jedi - Kräfte versaut wurde.

Neben den außergewöhnlichen Berufen unserer beiden Turteltäubchen und auch ihrer schwierigen Kernlernphase zeugt auch die folgende Szene (meine Lieblingsstelle) von der Individualität dieses Buches:

"Wieso? Essen sie kleine Hundewelpen oder so was?"
"Nein, aber Leute, die mit funktionsfähiger Reisetasche reisen, verwechseln gerne mal "Star Wars" mit "Star Treck". Ich möchte unter keinen Umständen riskieren, dass mir das passiert."
Er beugt sich kurz vor und legt die Hand auf seine voll funktionsfähige Sporttasche.
"Live long and prosper."
"Oje, möge die Macht mit dir sein."
"Keine Sorge, ich habe da drin den Ring, sie alle zu knechten."
"Bazinga!"
- Pippa und Lukas, S. 50f.

Diese doch so kurze Geschichte weckt unheimlich viele Gefühle in dem Leser: Vorfreude auf Weihnachten, Schmetterlinge im Bauch, Trauer um das Zurückgelassene, Mut zu Veränderungen und neuen Entscheidungen und vor allem der Glaube an die wahre Liebe.
Die Beziehung zwischen Lukas und Pippa ist romantisch und süß und humorvoll und unterhaltsam, wenn auch manchmal schockierend. Auch wenn sie sich zuerst völlig fremd und auch recht unsympathisch sind, haben diese beiden eine Chemie wie kaum ein zweites Pärchen.
Und doch betrifft dieser eine Tag, den sie gemeinsam auf dem Flughafen verbringen nicht nur ihre Beziehung, sondern auch das, was Pippa bisher von ihrem Leben kannte, und was sie aus ihm machen will. So hat Pippa zum Beispiel einige Entscheidungen über ihr Leben zu treffen, vor denen sie sich lange gedrückt hat (Stichwort: Benny). Durch Lukas lernt sie außerdem vieles über sich selbst und das, was sie wirklich will. Außerdem hat er einfach einen genialen Sinn für Romantik und Spontanität, aber ich will ja nicht zu viel verraten...

Fazit: Mit ihrer taffen Protagonistin Pippa, einer geradezu nerdigen Story und vielen Gefühlen konnte mich Adriana Popescu mit diesem Buch wirklich hundertprozentig überzeugen. Danke für so viel Humor und Romantik auf einmal!

Herzlichen Dank für dieses Rezensionsexemplar an den Piper Verlag!

Liebe Grüße, eure Sophia!

Samstag, 19. September 2015

Arkadien brennt

Autor: Kai Meyer
Verlag: Piper
Reihe: 2/3
Seiten: 416
Kapitel: 46
Ausführung: Taschenbuch
Preis: 9,99€
ISBN: 978-3-492-26789-2
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Der Klappentext:

"Die Leute lügen, wenn sie sagen, nichts sei so stark wie die Liebe. Das ist eine der größten und gemeinsten Lügen überhaupt. Liebe ist nicht stark. Sie ist so verletzlich wie nur irgendwas. Und wenn wir nicht achtgeben, dann zerbricht sie wie Glas."
"Aber du liebst ihn noch immer. Sogar heute noch."
"Und, hilft mir das weiter? Macht mich das stärker?" Sie schüttelte den Kopf. "Es tut mir weh, das ist alles. Es tut furchtbar weh, jeden Tag und jede Nacht." Q
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Der Autor:

Kai Meyer wurde 1969 in Lübeck geboren. Er studierte Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften und arbeitete als Redakteur, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Sein umfangreiches Werk umfasst zahlreiche fantastische, historische und spannende Romane, darunter seine Bestsellertrilogien »Das Wolkenvolk« und die »Arkadien-Reihe«. Q
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Meine Meinung zum Folgeband der Arkadien - Trilogie:


Nun fast ein ganzes Jahr nachdem ich den ersten Band dieser Trilogie "Arkadien erwacht" gelesen habe, dachte ich, es wäre vielleicht endlich an der Zeit, auch den zweiten Band beim Verlag anzufragen. Jetzt weiß ich, dass ich nicht so lange hätte warten sollen, denn die Handlungen des ersten Teils waren mir nur noch schleierhaft im Gedächtnis geblieben, was ich wirklich sehr bedauere, da er mir eigentlich recht gut gefallen hatte. Zumindest denke ich das, denn auch meine Rezension und Bewertung habe ich nicht mehr glasklar vor Augen, weshalb ich meine Rezension zum ersten Band erneut gelesen habe.

Dieses Buch war jedoch nicht nur durch meine sehr lange Lesepause von Kai Meyer Büchern verwirrend, sondern auch die Kapitelnamen fand ich teilweise ziemlich unpassend, da sie nicht immer wirklich was mit seinem Geschehen zu tun haben. Auch waren sie meistens ziemlich schlecht eingeleitet, sodass man in eine bisher unbekannte Situation hineinversetzt wurde, ohne zu wissen, was sich gerade abspielt oder was Rosadamit bezweckt. Apropos Rosa ... ihre Gedanken ergaben an vielen Stellen für mich nicht wirklich Sinn, da unsere Protagonistin einfach viel mehr zu wissen schien als der Leser selbst. So ging es mir zum Beispiel mit den Thanassis´ oder der Stabat mater, die beide nur eine recht kleine Rolle im zweiten Band gespielt haben, im dritten jedoch bestimmt noch mehr Aufmerksamkeit bekommen werden. An anderen Stellen hat Rosa meiner Meinung nach wiederrum recht lange gebraucht, um Zusammenhänge wahrzunehmen, zum Beispiel als es um die Pelze ihrer Großmutter Constanza ging (ja, das klingt jetzt ein bisschen komisch).

In dem zweiten Band der Arkadien Trilogie durften wir viele neue Charaktere kennenlernen, mussten uns von einigen aber auch schon wieder am Ende verabschieden. Michele Carnevare, ein verwandter von Alessandro, und Mattia, ein weiterer Panthera, und die Contessa Die Santis haben mir von allen am besten gefallen. Auch wenn sie grundlegend wirklich sehr viele Unterschiede aufweißen, fand ich ihre Geschichte und ihr Handeln sehr interessant, auch wenn Michele den Bösewicht dieses Buches ausmacht. 

In "Arkadien brennt" konnte ich leider auch die Beziehung zwischen Rosa und Alessandro größtenteils nicht mehr wirklich wahrnehmen. Ich konnte einfach nicht fühlen, was sie verband oder was sie aneinander fanden, außer natürlich, dass sie beide Arkadier waren. Rosa vertraut ihrem Freund völlig blind, jedoch erschien mir das etwas naiv, da seine Motive gegen ihn sprachen. Auch wenn sie sich anscheinend sehr verbunden fühlen und auch nicht mehr ohne einander leben wollen, kam das hier draußen bei mir leider nicht wirklich an.
Jedoch muss ich sagen, dass mir Rosa als einzelne Person richtig gut gefallen hat. Auch wenn ich nicht alle ihre Handlungen komplett nachvollziehen konnte, verstand ich ihre Entscheidungen und ihren Umgang mit einigen Personen, sodass ich sie als Protagonistin doch sehr mag und akzeptiere.

Den Großteil des Buches über hatte ich wirklich das Gefühl, der zweite Band dieser Trilogie diene nur als Vorbereitung auf das große Finale. Auch wenn es am Anfang (Kapitel 10-13) gleich einen sehr spannenden und aufregenden Part gab, bei dem ich wirkte mitgefiebert und gehofft habe, dass das ganze Buch zu atemberaubend bleibt, folgte gleich wieder ein wirklich recht sinnfreies Kapitel, welches meiner Meinung nach überhaupt nicht reinpasste. Danach folgen sehr, sehr viele Kapitel, in denen eigentlich nur geredet wurde, die aber nicht gerade nervenaufreibend oder mitreißend waren.
Am Ende gab es einen großen Showdown (sehr spannend), mit dem für mich das Buch hätte enden sollen. Die letzten zwei Kapitel danach waren für mich einfach nicht mehr interessant und haben auch nicht gerade meine Lust auf den letzten Band geweckt, da sie diese (unerwarteten) Wendungen des Showdown sehr abgeschwächt haben. Jedoch hat es mich gefreut, dass man endlich mal ein "Bild" vom Hungrigen Mann vor sich hatte. Auch wenn man immer noch nicht wirklich weiß, wie genau er aussieht, hat man jetzt zumindest ein paar Charakterzüge, die man seiner Akte hinzufügen kann.

Fazit: Ein nicht gerade berauschender Folgeband, der mehr Fragen offenlässt, als er beantwortet, und der mich mit seinem nicht wirklich gelungenen Cliffhanger leider nicht so richtig zum Weiterlesen bewegt. Trotzdem werde ich dem finalen Band der Arkadien - Trilogie eine Chance geben und hoffen, dass er mich mehr überzeugen kann als dieser hier.


Herzlichen Dank für dieses Rezensionsexemplar an den Piper Verlag!

Liebe Grüße, eure Sophia

Montag, 27. Oktober 2014

Arrivals - Fürchte die Unsterblichkeit

Autor: Melissa Marr
Verlag: Piper
Englischer Titel: The Arrivals
Reihe: -
Seiten: 336
Kapitel: 39
Ausführung: Kartoniert
Preis: 12,99€
ISBN: 978-3-492-26941-4

Der Klappentext:

Feuerspuckende Lindwürmer, von Dämonen besessene Mönche und weitaus schrecklichere Wesen lauern in der ewigen Wüste Wasteland. Hier ist Chloe gestrandet, ohne zu wissen, wie sie dorthin kam. Um zu überleben, schließt sich die junge Frau den Arrivals an, einer Gruppe kämpferischer Menschen, die unsterblich zu sein scheinen: Niemand von ihnen altert, ihre Wunden heilen in kürzester Zeit, und wenn sie sterben, wachen sie nach sechs Tagen wieder auf. Kann Chloe ihnen vertrauen? Ist sie eine von ihnen? Und warum will ihr Anführer Jack sie um jeden Preis auf seine Seite ziehen? Gefangen in einer fremden Welt, muss Chloe nicht nur um ihr Leben kämpfen, sondern auch um eine unsterbliche Liebe. Q

Leseprobe


Wer ist Melissa Marr?

Melissa Marr hat Literatur studiert und unterrichtete an verschiedenen Colleges. Berühmt wurde sie als Autorin für Jugendbücher und trug zu zahlreichen Fantasy-Anthologien bei. Mit ihrem Roman »Graveminder« schrieb sie erstmals einen Roman für Erwachsene, gefolgt von »Arrivals. Fürchte die Unsterblichkeit«. Melissa Marr lebt in Virginia. 


Wie hat mir "Arrivals - Fürchte die Unsterblichkeit" gefallen?


Dieses Buch war das Zweite von den beiden Büchern die ich mir vom Piper - Verlag zusenden lassen habe. Ich war wirklich sehr gespannt auf dieses Buch, da ich den Klappentext und auch das Cover sehr interessant fand.

Das Cover wurde sehr schlicht, jedoch recht schön gestaltet. Im Vordergrund kann man eine Frau sehen, die höchstwahrscheinlich Kitty oder Chloe (wohl eher) darstellen soll. Insgesamt finde ich es gut ausgeschmückt, da auf ihm auch die zwei Monde, die man im Wasteland sehen kann, abgelichtet sind. Im Hintergrund kann man auch die Wüste, die immer mal wieder eine Rolle spielt, sehen.

Vor diesem Buch hatte ich noch kein anderes Buch von Melissa Marr gelesen, obwohl ich "Gegen das Sommerlicht" in meinem Regal stehen habe. Das wird jetzt bestimmt noch länger dort stehen als gedacht. Ich hatte wirklich viel von diesem Buch erwartet. Eine neue Welt, neue interessante Charaktere, vielleicht eine schöne Liebesgeschichte, und eine spannende Handlung. Jedoch habe ich kaum etwas von meinen Wünschen auch in diesem Buch verwirklicht bekommen.

Die Charaktere haben mich mehr oder weniger alle ziemlich aufgeregt. Am besten gefallen haben mir von ihnen Edgar, Melody und Ajani, obwohl der Letztgenannte teilweise ziemlich verrückt war. Die beiden Geschwister Katherine und Jackson konnte ich nicht so wirklich in ihrem Denken und Handeln verstehen.
Kathrine, Kitty genannt, war wohl der Schlimmste von allen Charakteren. Sie war teilweise richtig nervig. Das ganze Buch über hat sie immer wieder gesagt (gedacht), sie könnte Edgar nicht mehr näher kommen, sie darf das nicht. Jedoch wurde bis zu 250. Seite (oder so) nie gesagt, warum das so ist. Die folgende Erklärung war mir auch nicht ganz schlüssig. Außerdem hat Kitty mehr als die Hälfte des Buches eine sehr starke Abneigung gegenüber Bloedzuigern und im Rest des Buches sieht sie sich als Teil des Rudels und vergöttert Garuda, den Anführer der Bloeszuiger, geradezu. Das war mir auch sehr unlogisch.
Die Neue unter den Arrivals, Chloe, konnte ich einigermaßen gut verstehen. Sie war nicht so nervig wie die beiden Geschwister, hatte jedoch auch ihre Macken, die sie mir nicht gerade sympathisch machten.
Melody hat trotz ihrer Verrücktheit und Mordlust doch irgendwie sympathisch auf mich gewirkt. Sie schien manchmal wie ein kleines Mädchen, dem man ein Eis kauft, so freut sie sich, wenn ihr versprochen wird, dass sie jemanden töten darf. Trotzdem mochte ich sie irgendwie.
Ajani war der "Bösewicht" in diesem Buch. Er war der erste Arrival, was die anderen jedoch nicht wissen. Er kam vor, glaube ich, 30 Jahren ins Wasteland und ist seitdem unsterblich. Die Arrivals (Jack, als ihr Anführer) haben einen Packt mit ihm geschlossen, jedoch wechseln immer wieder ein paar Arrivals, auf der Suche nach Macht und Reichtum, auf Ajanis Seite. So richtig viel über seine Ziele oder Antriebe erfährt man jedoch auch nicht.
Insgesamt waren mir die Charaktere jedoch alle ziemlich fremd, auch am Ende des Buches. Ich konnte mich nie ganz in sie hineinversetzten, da ich sie einfach nicht richtig verstehen konnte.

Die Story an sich war in Ordnung, teilweise jedoch langatmig, sodass man durchaus mehr hätte rausholen können.
So war es eigentlich mit allem im Buch. Das Potenzial war durchaus da, eine neue Welt mit gutem Namen, Charaktere, die aus unserer Welt in eine andere geschickt werden, und so weiter. Jedoch hätte man aus dieser Idee etwas viel Mächtigeres und Spannenderes machen können als das, was man jetzt in diesem Buch finden kann.
Auch anzumerken ist außerdem, dass sich am Ende dem Leser einige Fragen stellen, die man mit dem Buch nicht beantworten kann. Ich möchte nicht spoilern, daher nenne ich jetzt hier keine Beispiele.
Was wahrscheinlich jedem Leser auffallen wird, ist, dass auf Seite 317 und dann auf Seite 322 von Ajani fast genau das Gleiche sagt. Dies umfasst ganze vier Sätze. Da hat wohl jemand nicht so richtig aufgepasst, was er schreibt.

Fazit: Neue Idee, neue Welt, neue Charaktere, neue Monster, ... schlechte Umsetzung! So kann man dieses Buch kurz und knapp beschreiben. Melissa Marr hat sich einiges gedacht, nur nicht das, was ich mir erhofft hatte. Ein recht mittelmäßiges Buch für Zwischendurch, von dem man jedoch nicht zu viel erwarten sollte.


 Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar an den Piper - Verlag!

Liebe Grüße, eure Sophia


Samstag, 11. Oktober 2014

Arkadien erwacht

Autor: Kai Meyer
Verlag: Piper Verlag
Reihe: 1/3
Seiten: 448
Kapitel: 54
Ausführung: Taschenbuch
Preis: 9,99€
ISBN: 978-3-492-26788-5

Der Klappentext:

Schon bei ihrer Ankunft auf Sizilien fühlt sich Rosa wie in einem alten Film – der Chauffeur am Flughafen, der heruntergekommene Palazzo ihrer Tante und dann die Gerüchte um zwei Mafiaclans, die seit Generationen erbittert gegeneinander kämpfen: die Alcantaras und die Carnevares, Rosas und Alessandros Familien. Trotzdem trifft sich Rosa weiterhin mit Alessandro. Seine kühle Anmut, seine animalische Eleganz faszinieren und verunsichern sie gleichermaßen. Doch in ihm ruht ein unheimliches Erbe, das nicht menschlich ist. Q


Wer ist der Autor, Kai Meyer?

Kai Meyer wurde 1969 in Lübeck geboren. Er studierte Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften und arbeitete als Redakteur, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Sein umfangreiches Werk umfasst zahlreiche fantastische, historische und spannende Romane, darunter seine Bestsellertrilogien »Das Wolkenvolk« und die »Arkadien-Reihe«.


Wie hat mir der erste Band der "Arkadien"-Trilogie gefallen?


Das Cover der Piper - Ausgabe finde ich wirklich richtig schön. Das Mädchen soll wahrscheinlich Rosa darstellen, obwohl sie im Buch lange, blonde Haare hat, und die Schlange steht vermutlich für den Alcatara Clan. Die farbliche Gestaltung des Covers ist meiner Meinung nach richtig gut gelungen. Ich glaube es kommt mit auch meine Top-10-der-schönsten-Cover-Liste. Außerdem finde ich es schöner als das der Carlsen Ausgabe.

Dieses Buch war das Erste, das ich von Kai Meyer gelesen habe, jedoch hoffe ich jetzt, dass es nicht das Letzte ist. Es hat mir sehr gefallen, wie er mir Rosas Welt erzählt hat. Er schreibt über die ehemalige New Yorkerin und ihre Freunde und Feinde auf Sizilien in der Er-, Sie-, Es- Perspektive und aus der Sicht von Rosa, sodass es trotzdem sehr viele Einblicke in Rosas Gefühlswelt liefert.
Mir hat es auch sehr gefallen, dass der Autor überwiegend sehr jugendlich geschrieben hat, sodass man sich wirklich wie in Rosas Gedanken fühlte, jedoch nicht zu umgangsprachlich geworden ist, denn das finde ich in einigen Bücher ziemlich nervig.

In "Arkadien erwacht" geht es vor allem um Rosa Alcatara, ein Mädchen, das so ganz anders ist, als manch andere Protagonistinnen. Sie war mir von Anfang an symphatisch. Jedoch nicht, weil sie lieb, freundlich und fürsorglich ist, sondern weil sie eigentlich genau das Gegenteil zeigt. Am Anfang des Buches ist sie am Flughafen und wartet auf ihren Flug nach Sizilien, wo ihre Tante Florinda und ihre Schwester Zie auf sie warten. Rosa hat ein schwieriges Jahr hinter sich, denn ein tragisches Erlebnis (ich möchte nicht Spoilern) hat ihr ziemlich schwer zu schaffen gemacht. Sie ist im Inneren sehr zerissen und weiß nicht, wohin ihr Leben eigentlich führt und was als Nächstes kommen soll.
Ich weiß, dass klingt auch noch ziemlich gewöhnlich für manche Protagonistinnen, jedoch hat es sich in diesem Buch anders angefühlt.
Auch sehr interessant fand ich, dass Rosa mehr oder weniger eine Diebin ist. Dies tut sie jedoch nicht, um sich zu bereichern, sondern einfach nur um andere zu verärgern und sich selber einen kleinen Kick zu verschaffen. Das war für mich mal etwas ganz Neues. Rosa erscheint anfangs außerdem ziemlich mies gelaut und angekotzt, was mich jedoch sehr neugierig gemacht hat. Ich liebe ihre extram sarkastische Art, die mich immer wieder sehr amüsiert hat.
Rosa ist ein richtiger Dickkopf, was man immer wieder daran merkt, dass sie sich über sämtliche Regeln ihrer Schwester und ihrer Tante hinwegsetzt. Wie zum Beispiel die Regel, sich nicht mit einem Carnevare anzufreunden oder insgesamt einzulassen. Denn die Clans auf Sizilien sind sogut wie alle mit dem der Alcataras, zu dem auch Rosa gehört, verfeindet.

Alessandro Carnevare kommt schon gleich am Anfang des Buches vor. Rosa und er begegnen sich das erste Mal im Flugzeug nach Sizilien, also Allesandro ihr aus einer sehr komplizierten Situation heraushilft, die warscheinlich ansonsten einige Konsequenzen für Rosa bedeutet hätten. Auch ihn mochte ich gleich. Er war irgendwie total süß auch wenn seine neue "Freundin" ihm erstmal sehr unfreundlich gekommen ist.

Die Nebenfiguren wirkten nicht so dreidimensional wie die Hauptfiguren. Neben Alessandro und Rosa mochte ich eigentlich Lilia, die Freundin von Rosas Schwester Zoe, und Fundling, der Chaffeur der Carnevares, der jedoch später noch eine größere Rolle spielt. Diese beiden fand ich als Einzige sehr interessant und sie schienen mir sehr mit Hintergedanken zu handeln, was ich jedoch nicht negativ meine. Bei anderen schien es einfach manchmal so, als handeln sie aus der Laune raus und nicht aus einem richigen Grund.

Alessandros und auch Rosas Clans gehören schon seit Generationen der Mafia an, was auch einen großen Teil des Buches ausmacht. Diesen Teil fand ich jedoch nicht so gelungen. Mir gefiel die ganze Mafia - Sache nicht so, wie manch anderen vielleicht. Ich fand die machte die wirklich gut gedachte Story teilweise zu actionreich und brutal, was viele Szenen auch unglaubwürdig erscheinen ließ.

Fazit: Der packende Auftakt einer neuen Fantasy - Trilogie. Eine neue Welt voller neuer Mythen und Legenden wurde geschaffen, in die ich auf jeden Fall wieder einmal abtauchen möchte. Jedoch an manchen Stellen ein Tick zu fantasievoll und auch teilweise zu actiongeladen.
 Herzlichen Dank für dieses Rezensionsexemplar an den Piper - Verlag.

Liebe Grüße, eure Sophia