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Samstag, 10. März 2018

[Rezension] Die Blausteinkriege: Der Verborgene Turm von T.S. Orgel

Im Kaiserreich Berun ist nichts mehr so, wie es war. In der Hauptstadt haben sich die Fürsten versammelt, um den anrückenden Kolnorern entgegenzutreten – umsonst. Es ist längst zu spät, der Feind ist bereits mitten unter ihnen. Sogar das Protektorat Macouban ist mittlerweile vollständig von den Hexern der Huacoun und ihren Vasallen besetzt. Allein Xari, Ordensritter Cunrad und die Schildbrecher stehen ihnen entgegen. Doch die Wahrheit ist noch viel schrecklicher. Denn während das Reich im Krieg versinkt, erwachen uralte Kräfte, und das Ende der Welt steht bevor … Q (Werbung)

T.S. Orgel, Heyne Verlag, Band 3
640 Seiten, 38 Kapitel, Klappenbroschur
14,99€, ISBN: 978-3-453-31707-9 

Dienstag, 18. Juli 2017

[Aktion] Die Blausteinkriege #3 - eine Seite, viele Geheimnisse

Hallo, liebe Leser!

Heute darf ich euch dank des Autorenduos T.S. Orgel, deren dritter Band der Blausteinkriege - Trilogie bald erscheint, ein kleines Stück aus eben diesem Werk vorstellen. Sie haben eine originelle Aktion für Blogger gestartet, bei denen Blogger jeweils eine Seite aus dem Manuskript zum dritten Band bekommen haben, aber auch nur eine. Ohne das Wissen, um welche Seite es sich handelt, bekommen wir so einen ersten Eindruck von dem Geschehen. Ich darf mich glücklich als eine der Blogger bezeichnen, die eine der fünfzehn Seiten erhalten hat, und mein erster Eindruck ist...

Q: Twitter - Account der Autorenbrüder

Sonntag, 22. Januar 2017

Sturm aus dem Süden

FÜRCHTE DIE MACHT DES BLAUSTEINS

Das Kaiserreich Berun ist in seinen Grundfesten erschüttert. Am Hof regieren Intriganten, der Kaiser ist schwach, und im Süden probt das Protektorat Macouban den Aufstand. In diesen Wirren schlägt die Stunde ungewöhnlicher Helden. Der Schwertmann Marten, die Spionin Sara und der in Ungnade gefallene Danil machen eine Entdeckung, die ihr Schicksal und das von Berun ins Ungewisse stürzen wird. Denn ihr wahrer Feind gibt sich jetzt zu erkennen.

Zwei dunkle Schiffe kreuzen vor den Küsten des Südens … Q (Werbung)

T.S. Orgel, Heyne Verlag, Band 2
640 Seiten, 34 Kapitel, broschiert
14,99€, ISBN: 978-3-453-31706-2
Kaufen, Leseprobe
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T.S. Orgel

Hinter dem Pseudonym T. S. Orgel stehen die beiden Brüder Tom und Stephan Orgel. In einem anderen Leben sind sie als Grafikdesigner und Werbetexter beziehungsweise Verlagskaufmann beschäftigt, doch wenn beide zur Feder greifen, geht es in phantastische Welten. Nach einer Reihe von Kurzgeschichten und elektronischen Veröffentlichungen erschien 2012 ihr erster gemeinsamer Roman Orks vs. Zwerge, für den sie im Oktober 2013 den Deutschen Phantastik Preis für das beste deutschsprachige Debüt erhielten. Q (Werbung)



Meine Meinung


Ihr sucht ein Buch, das euch immer wieder eine ganze neue Sicht auf die Geschichte gibt? Dessen Charaktere man mehr schlecht als recht in Kategorien wie gut und böse einordnen kann, da sich das Blatt immer wieder wendet? Dann habt ihr hier genau das Richtige gefunden! Bereits der erste Band der Blausteinkriege - Trilogie konnte mich begeistern, doch dieses Buch hier hat mich noch öfter zum Lachen und Verzweifeln gebracht.

Ich kann gar nicht genau sagen, wie viele Protagonisten es in diesem Buch gibt, aber ich kann behaupten, dass ich sie alle unheimlich sympathisch und auch unterhaltsam finde. Wir verfolgen vier, anfangs sogar fünf verschiedene Handlungsstränge, die an Orten weit über die Landkarte von Tertys verstreut verlaufen. Am besten konnten mich immer die Geschichte um Marten und die um Messer unterhalten, was aber vermutlich daran liegt, dass ich anfangs zum Beispiel Oloares Bedeutung für den Verlauf der Geschichte noch nicht so richtig einordnen konnte.


Ness wiegte den Kopf. "Sicher. Und meine zwei Recken hier würden eure Männer umbringen, und der blasse Schatten da würde vermutlich die beiden erschlagen, und Meister Messer würde den Schatten beseitigen. Und am Ende bliebe wieder nur Messer übrig, der sich wie immer vor dem Sterben drücken würde, und wem wäre damit dann geholfen?"
"Mir", stellte der Vogelmann fest.
- Ness und Messer, S.547


Was mich an Band 2 vor allem begeistert hat, ist, dass einige Charaktere, die für mich im Debüt der Trilogie noch unwichtig oder sinnlos erschienen, plötzlich eine wichtige Aufgabe erhalten. Diese stellen sich plötzlich unseren "Helden" in den Weg oder bekommen ihre ganz eigene Geschichte, sodass sie plötzlich etwas "Heldenhaftes" erhalten. So erscheinen sie mir dann doch als äußerst interessant und ich wünsche mir im dritten Band noch mehr Informationen und Szenen zu diesen Charakteren, zum Beispiel zu dem Narr und Kaiser Edrik.

Ein großes Thema in diesem Buch scheint das Zusammenkommen oder Aufeinandertreffen von verschiedenen Charakteren zu sein. Bereits auf den ersten Seiten bahnte sich bei mir der Verdacht an, dass zum Beispiel Marten und Cunrat, verfeindet seit der ersten Seite des ersten Bandes, sich vermutlich wieder begegnen werden. Und das steigerte einerseits die Spannung, andererseits meine Vorfreude sehr. Außerdem ist Messer, Meister Messer, nun nicht mehr alleine unterwegs, was dazu führt, dass er seine sarkastische Art viel besser ausleben kann, was für mich unheimlich amüsant war.


"So weit, so gut." Er sah Marten an. "Ich lenke das Weib da ab, du holst das Mädchen. Ist ja deine Spezialität."
Marten grinst schwach. "Stimmt. Und deine ist es, Leuten auf den Sack zu gehen. Aber ich weiß es zu schätzen, ad Koredin."
- Marten und Cunrat, S.580


Doch neben diesem Wissen, dass einige wichtige Charaktere aufeinander treffen werden und das vermutlich zu einigen interessanten Szenen führt, ist bereits seit den ersten Kapiteln gegeben, dass sich auch im Kaiserreich Berun und im Protektat Macouban etwas anbraut. Und selbstverständlich kommt es an dieser Stelle eher oder später auch zu einigen Auseinandersetzungen. Ich bin gespannt, ob es in Band 3 tatsächlich noch zu einem richtigen, offiziellen "Blausteinkrieg" kommt.

Das Einzige, was mich in diesem Band etwas irritiert hat, ist, das zweimal Namen vertauscht wurden. So spricht einmal Messer mit sich selber, was sicher nicht der Fall ist, oder an einer anderen Stelle ist die Tote Fürstin Imara plötzlich wieder am Leben, sodass der weiße Schatten sie ansehen und mit ihr reden kann. Weiterhin gibt es zwei oder auch drei Szenen, in denen die Autoren meiner Meinung nach ein wenig hätten kürzen können, damit eine Erläuterung keine drei Seiten umfasst.


Fazit:

Dieses Buch konnte mich fast vollkommen überzeugen und hat mich trotz seiner hohen Seitenanzahl mitgerissen. Mit viel Humor und auch Gefühl konnte es mich zum Lachen, aber auch einmal fast zum Weinen bringen, als ich einsehen musste, dass es auch bei so vielen tollen Charakteren nicht sein kann, dass sie alle in einem "Krieg" überleben.


Herzlichen Dank für dieses Rezensionsexemplar an das Bloggerportal der Verlagsgruppe Randomhouse und für die Geschichte an das Autorenduo T.S. Orgel!

Liebe Grüße, eure Sophia

Sonntag, 10. Januar 2016

Die Blausteinkriege - Das Erbe von Berun

Autor: T.S.Orgel
Verlag: Heyne
Reihe: 1/3
Seiten: 608
Kapitel: 41
Ausführung: Paperback
Preis: 14,99€
ISBN: 978-3-453-31688-1
Kaufen: hier
Leseprobe
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Der Klappentext:

Einst war es der Nabel der Welt, doch nun steht es vor dem Niedergang: das Kaiserreich Berun, gegründet auf die Schlagkraft seiner Heere und den unerbittlichen Kampf gegen die Magie des Blausteins. Als Beruns Macht schwindet, kreuzen sich die Pfade dreier Menschen – ein Mädchen, ein Schwertkämpfer und ein Spion. Keiner von ihnen ahnt, wie unauflöslich ihr Schicksal mit der Zukunft von Berun verwoben ist.

Das Zeitalter der Blausteinkriege ist angebrochen … Q
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Die Autoren:

Mit ihren »Orks vs. Zwerge«-Romanen haben sich die beiden Brüder Tom und Stephan Orgel in die Herzen der deutschen Fantasy-Fans geschrieben. Mit »Die Blausteinkriege« erschaffen sie nun eine neue, gewaltige Welt, die von blutigen Machtkämpfen, geheimnisvoller Magie und verzweifelten Heldentaten erschüttert wird: das neue große Epos der deutschsprachigen Fantasy! Q
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Meine Meinung zu dem Auftakt eines neuen Fantasy - Epos:


Ich habe mich wirklich unheimlich gefreut, als ich Post vom Heyne Verlag bekommen habe und in dem recht großen Briefumschlag eine Leseprobe zu diesem Buch hier fand. Natürlich habe ich nicht lange gezögert und es angefragt, denn als ich ganz heimlich im Mathe-Unterricht die Leseprobe begonnen habe, musste ich meiner Banknachbarin immer gleich erzählen, was passiert, so begeistert war ich. Kurz darauf kam es dann auch bei mir an und ein paar Wochen später (die Dicke hat mich vorerst abgeschreckt) habe ich es dann begonnen.

Als Erstes konnten mich die schöne Gestaltung im Inneren des Buches (in der Buchklappe), wo man eine übersichtliche Karte von Berun und den umliegenden Königreichen findet, und der krasse Prolog begeistern. Es ging bereits richtig spannend los als Lebrec, ein Blausteinsucher, von Rotkitteln verfolgt wird und Meister Messer im nächsten Teil dann einen Bastard des verstorbenen Kaisers tötet, dank seinem Talent noch dazu ohne dass dieser Schmerzen empfindet. Wie ihr seht, wird man sogleich völlig unvorbereitet in das Geschehen hineingewurfen, was hier jedoch für Spannung sorgt.

In diesem Buch hat es bei mir eine Weile gedauert, bis ich mich in die neue Welt hineinfinden konnte, und auch als ich glaubte, jetzt verstünde ich soweit alles, wurde ich noch viele Male mit neuem Wissen überrascht. Vor allem war es schwierig zu erkennen, wer von den Charakteren jetzt "gut" und wer "böse" ist. Man konnte schnell herausfinden, wer wen nicht mochte, jedoch heißt das ja nicht, dass einer von den beiden böse ist. So ging es mir zum Beispiel mit Marten ad Sussetz, ein Schwertmann des Kaisers, und Cunrat ad Koredin, ein Ordensritter. Einer wollte den anderen töten, was jedoch aus privaten Gründen geschah, denn eigentlich stehen sie, soweit ich das verstanden habe, auf der gleichen Seite und sind mir nach anfänglichen Schwierigkeiten beide sehr sympathisch.

Ich finde es wirklich toll, dass man bei so unheimlich vielen Charakteren einen Einblick in deren Gefühle und Gedanken bekommt, sodass man als Leser jeden Charakter nachvollziehen kann. Die Protagonistin sind im ersten Band der Blaustein - Trilogie wohl Lebrec, Messer, Sara, Marten, Danil und Cajetan ad Hedin, auch wenn später noch ein Kapitel aus der Sicht des bereits oben genannten Cunrat erzählt wird. Andererseits erfährt man auch sehr viel von eher Nebencharakteren wie Henrey Thoren, dem Leiter einer Spezialeinheit des Kaiserhauses und Vertrauter der Kaiserinmutter, oder auch Flüster, einem Handlanger Thorens. Wie ihr wohl bereits bemerkt, gibt es unendlich viele Charaktere in diesem Buch (ich habe ja noch nicht einmal  von den Schildbrechern angefangen, die auch wahnsinnig cool sind), doch das sollte niemandem Sorgen bereiten, immerhin gibt es ganz hinten im Buch ein wirklich umfangreiches Personenverzeichnis, dass ich sehr oft zur Hilfe genommen habe.

Zu der Handlung an sich möchte ich nicht viel mehr sagen, jedoch konnte ich dank des Schreibstils der beiden Autorenbrüder trotz der Ernsthaftigkeit dieser Geschichte sehr oft schmunzeln und auch richtig mitfiebern. Die Handlung ist wirklich spannend und sehr abwechslungsreich, was ich sehr genossen habe.

Im Gegensatz zu dem Prolog konnte mich der Epilog nicht wirklich überzeugen, auch wenn ich das Ende an sich wirklich gut geschrieben finde, immerhin gibt es bei so gut wie jedem Charakter einen spannenden Cliffhanger. Jedoch finde ich es schade, dass man doch recht wenig über den Blaustein an sich erfahren hat, um den es doch dem Titel nach zu folgen, hauptsächlich mit geht. Außerdem wurde es mir zum Beispiel zum Neumondsfest der Metis etwas zu verrückt.
Weiterhin hat mich dieses Buch teilweise sehr an "Die Beschenkte" von Kristin Cashore erinnert, vor allem was die Talente, die manche der Charaktere besitzen, angeht. Nicht das das etwas Schlechtes wäre, immerhin war "Die Beschenkte" eines meiner Jahreshighlights. Trotzdem muss ich sagen, dass mir bestimmte Dinge im Gegensatz zu diesem anderen Fantasy - Buch zu wenig erklärt wurden und mir erst zu spät aufgingen.

Fazit: Ein toller und spannender Auftakt zu einem neuen Fantasy - Epos. Auch wenn ich mir gewünscht hätte, mehr über meine zwei Lieblingscharaktere Henrey Thoren und Danil as Corbec zu erfahren, bietet dieses Buch noch eine weite Palette an anderen unheimlich charakterstarken Figuren, in die man sich sehr gut hineinversetzten kann. Ich bin schon wahnsinnig gespannt auf die Fortsetzung!

Herzlichen Dank für dieses Rezensionsexemplar an den Heyne Verlag und besonders Irmi Keis!

Liebe Grüße, eure Sophia

Dienstag, 15. Dezember 2015

[Interview] Sechs Fragen an T.S. Orgel

Hallo, liebe Leser!

Ich freue mich wahnsinnig euch heute ein weiteres Interview vorstellen zu dürfen. Nachdem mein erstes Frage-Antwort-Spiel mit der Autorin Sarah Saxx (mit einem Klick kommt ihr zu ihrem Interview) scheinbar sehr gut bei euch angekommen ist, dachte ich mir, dass ich das nun öfters machen könnte. Heute habe ich jedoch nicht nur einen Autor oder eine Autorin dabei, sondern gleich ein Autorenduo. Das besondere an diesem Duo ist, dass die beiden sich bereits sehr lange kennen: Sie sind Brüder.
Bei meinen Fragen hat mich daher auch vor allem die Zusammenarbeit der beiden als Autoren, jedoch auch ihr neuestes Werk "Die Blausteinkriege 1 - Das Erbe von Berun" interessiert.


T.S. Orgel
Die Autorenbrüder T.S. Orgel

Hinter dem Pseudonym T. S. Orgel stehen die beiden Brüder Tom und Stephan Orgel. In einem anderen Leben sind sie als Grafikdesigner und Werbetexter beziehungsweise Verlagskaufmann beschäftigt, doch wenn beide zur Feder greifen, geht es in phantastische Welten. Nach einer Reihe von Kurzgeschichten und elektronischen Veröffentlichungen erschien 2012 ihr erster gemeinsamer Roman Orks vs. Zwerge, für den sie im Oktober 2013 den Deutschen Phantastik Preis für das beste deutschsprachige Debüt erhielten. Q (Werbung)

1. "Die Blausteinkriege 1" ist nicht Ihr erstes Buch. Was denken Sie, unterscheidet ihr neuestes Buch von der "Orks vs. Zwerge" – Trilogie?


TOM: Auf den ersten Blick einiges. Im Gegensatz zu unseren vorherigen Büchern gibt es in den Blausteinkriegen keine klassischen Fantasyrassen. Außerdem erzählen wir die Geschichte dieses Mal nicht aus den unterschiedlichen, gegnerischen Blickwinkeln von zwei klar getrennten Parteien. Die Sache mit der Magie funktioniert auch vollkommen anders – und nicht zuletzt spielt unsere Geschichte dieses Mal nicht in der Wildnis um eine kleine Stadt am Ende der Welt, sondern dreht sich um ein ganzes Kaiserreich, seine Provinzen und mehr als ein halbes Dutzend Nachbarreiche nicht zu vergessen. Worin es sich nicht unterscheidet, ist, dass es wieder um persönliche Geschichten unserer Figuren geht. Wir mögen noch immer den Blickwinkel der Leute am unteren Ende der sozialen Pyramide. Auch wenn sie zufällig mal ganz oben gelandet sein sollten.

2. Welche Probleme entstehen bei der Zusammenarbeit an einem Buch?


STEPHAN: Grundsätzlich muss man sich erstmal Gedanken darüber machen, wer beim Schreiben welche Aufgaben übernimmt. Bei manchen Autoren-Duos übernimmt der eine Teil z.B. die Recherche-Arbeit und das Lektorat, während der andere schreibt. In manchen Konstellationen denkt sich der eine die Geschichten aus und der andere formuliert sie aus. Tom und ich übernehmen alle Aufgaben gleichberechtigt. Meistens denken wir uns gemeinsam eine Geschichte aus und dann schreibt jeder von uns einen Haupthandlungsstrang über den der andere immer wieder mal drüber schaut. Der Tom schreibt etwas länger und ausschmückender und ich etwas kürzer und prägnanter. Das ergänzt sich ganz gut, denn der Tom kann meine Texte etwas bildhafter gestalten, während ich schaue, dass nicht zu viele Adjektive bei ihm auftauchen. Hin und wieder kann es natürlich zu Diskussionen über den Verlauf der Geschichte oder bestimmter Szenen geben, aber da muss eben jeder sein Ego hinten anstellen. Es soll ja am Ende eine gute Geschichte herauskommen, die beiden (und vor allem den Lesern) gefällt.

3. Zusätzlich zu anderen Autoren - Partnern sind Sie beide Brüder. Denken Sie, das macht die Zusammenarbeit leichter oder erst recht schwierig?


TOM: Eher einfacher. Wir kennen uns ja nun schon ein Weilchen und wissen im allgemeinen, wie der andere tickt und zu verstehen ist. Und im Hinterkopf ist ja auch immer, dass man sich auch nach dem Buch noch verstehen sollte. Spätestens Weihnachten, sonst gibt’s Stress mit Muttern. ;)
Außerdem haben wir über die Jahre hinweg viele der gleichen Sachen gesehen, gelesen und erlebt haben. Das heißt, wir arbeiten auf der gleichen Basis und müssen uns über viele Sachen gar nicht mehr abstimmen. Das beschleunigt so einiges.

4. Gibt es bestimmte Elemente in Ihrem neuen Buch, bei dem sich der eine oder andere von Ihnen durchgesetzt hat?


STEPHAN: Ehrlich gesagt fallen mir gerade keine ein – und falls sich der Tom doch mal irgendwo durchgesetzt haben sollte, rede ich mir ein, wir hätten das gemeinsam so entschieden.

TOM: Nein, nein. Da war nichts ... Im Ernst. Mir würde da auch nichts einfallen. Wir haben alle Ideen zusammen in einen Topf geworfen, besprochen, aussortiert und umgesetzt. Was da genau von wem war – keine Ahnung. Gute Ideen setzen sich durch.

5. Die Leseprobe zu "Die Blausteinkriege 1" schien mir doch recht blutig zu sein. Was kann ich ansonsten von diesem Fantasy - Epos erwarten?


TOM: Intrigen, Politik und gelegentlich düsteren Humor. Tatsächlich lässt der „blutige“ Anteil nach dem Einstieg für’s erste nach, um einem – na, sagen wir Bühnenstück aus Verschwörung, Intrigen und Politik Platz zu machen. Wir mögen beide keine Geschichten mit klarer Einteilung in Schwarz und Weiß, insofern darf man, wie auch schon bei den Orks und Zwergen, eher eine Menge Graustufen erwarten und Charaktere, die vermutlich nicht alle so sind, wie sie auf den ersten Blick scheinen. Oder auch auf den zweiten. Das Thema, was Gut und Böse ist, was moralisch vertretbar, richtig oder falsch ist, beschäftigt uns in allen Büchern. Man darf also davon ausgehen, dass es auch diesmal wieder eine Rolle spielen könnte.

6. Wie viele Bände sind von "Die Blausteinkriege" geplant? Wird es wieder eine Trilogie?


STEPHAN: Die Geschichte ist von vorneherein auf drei Teile ausgelegt. Das heißt, dass wir diese Geschichte etwas langsamer aufbauen können, als bei Orks vs. Zwerge (Wobei es aber garantiert nicht weniger spannend zugeht. Versprochen!) Jedes Buch wird eine in sich abgeschlossene Handlung haben, es werden aber in den ersten zwei Bänden nicht alle Fragen beantwortet und eher noch einige dazu kommen. Mit dem dritten Band ist die Geschichte dann auf jeden Fall abgeschlossen. Wir haben aber nichts dagegen, in dieser Welt noch andere Geschichten zu erzählen. Genug Ideen sind auf jeden Fall vorhanden.


An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei den beiden Brüdern für die Beantwortung meiner Fragen bedanken. Jedoch gilt mein weiterer Dank Irmi Keis, die so freundlich war, mir dieses Interview zu vermitteln und mir außerdem noch ein Rezensionsexemplar der Blausteinkriege zur Verfügung gestellt hat.
Liebe Grüße, eure Sophia