Sonntag, 9. Juli 2017

[Rezension] Nothing less von Anna Todd

Landons Leben in New York ist ein ziemliches Abenteuer, und er ist hin- und hergerissen zwischen zwei Frauen. Mit einer verbinden ihn eine lange Geschichte und viele besondere Erfahrungen. Die andere zieht ihn magisch an und fasziniert ihn auf eine Art und Weise, die ihn irritiert. Doch für wen soll er sich entscheiden? Ist es seine Geschichte, die zählt, oder sein Instinkt? Q

Anna Todd, Heyne, Band 7
336 Seiten, 36 Kapitel, TB, broschiert


Anna Todd

lebt gemeinsam mit ihrem Ehemann in Los Angeles. Sie haben nur einen Monat nach Abschluss der Highschool geheiratet. Anna war schon immer eine begeisterte Leserin und ein großer Fan von Boygroups und Liebesgeschichten. In [...] AFTER PASSION konnte sie ihre Leidenschaften miteinander verbinden und sich dadurch einen Lebenstraum erfüllen. Q



Meine Meinung


Der Einstieg in dieses Buch war zwar recht originell, jedoch wirkte er auf mich etwas gekünstelt. Man betrachtet Landons Leben in nicht allzu ferner Zukunft und er spricht von seiner Tochter und seiner Frau, auch wenn diese nicht benannt wird. Trotzdem war mir bereits durch die knappe Schilderung klar, um wen es sich wohl handeln wird. Das Buch hat mich dann dennoch immer wieder kurz daran zweifeln lassen, aber vermutlich hätte mich jedes andere Ende noch mehr gestört als dieses hier.


"Weil ich aufgepasst habe. Ich habe immer auf alles um dich herum geachtet. Der süße und sexy, irgendwie beschränkte Junge, der in ein Mädchen verliebt war, das seine Liebe nicht erwiderte. [...] Ich dachte..." [...] "Naja, irgendwie dachte ich, du würdest auch aufpassen, aber das hast du nicht."
- Nora, S.36 


Landon ist zwar ein recht origineller Protagonist, vor allem, wenn man sich seine Gedankengänge ansieht, doch damit ging er mir, um ehrlich zu sein, manchmal auch auf den Sack. Er sucht wirklich immer den Fehler bei sich, auch wenn er sich in anderen Momenten eingesteht, auch mal egoistisch sein zu dürfen. Ich mag ihn und habe ihm wirklich alles Gute gewünscht, doch gleichzeitig hat er mich nur recht schwerfällig durch das Buch getragen. Nora mochte ich auch sehr, denn sie erschien mir lange Zeit sehr authentisch. Einerseits ihre harte und unnahbare, dann wiederum ihre weiche und durchaus verletzliche Seite, die wir in diesem Band etwas besser kennenlernen dürfen. Später konnte ich ihre Gedanken, die man erfährt, da die Geschichte auch ein paar wenige Male aus ihrer Sicht erzählt wird, jedoch nicht mehr wirklich nachvollziehen und ihre Handlungen stritten mit ihren Gedanken und dem Bild, was ich von ihr hatte. Und Dakota, die andere Seite der Dreiecksbeziehung, fand ich die meiste Zeit extrem nervig, wenn sie mir auch ein paar kurze Momente lang leid tat. Vor allem die Geschichte mit ihrem Bruder hat mich sehr berührt, jedoch war das auch ziemlich die einzige Stelle im Buch, an der ich wirklich etwas gefühlt habe.


"Wie war Scarsdale?", frage ich.
Sie dreht sich so, dass ich ihre Wange sehen kann. "Ziemlich Scarsdale", sagt sie mit ausdrucksloser Stimme. "Wie ist Brooklyn?"
"Ziemlich Brooklyn", sage ich und lächle.
- Landon und Nora, S.91


Auch von Hardin, der ja nun endlich einmal auftaucht, hatte ich mir so einiges erhofft. Aber schließlich wirkte er auch nicht weiter wichtig für die Handlung und hatte nur zwei kurze Szenen, während er ansonsten scheinbar nicht existierte. Er und Tessa haben die meiste Zeit wohl im Schlafzimmer verbracht, wo es auch ein paar prickelnde Szenen zwischen Nora und Landon gab, welche ich durchaus gut geschrieben finde, auch wenn mich ein paar unpassende Worte immer wieder stutzen ließen, was mehrmals im Buch vorkam. Später hatte ich dann sogar einmal das Gefühl, mehrere Seiten wären aus dem Roman entfernt wurden, da mir gefühlt noch einige unausgesprochene Worte und Dialoge fehlten, um die Handlung abzurunden.


Fazit:

Mehr und mehr glaube ich, dass ich nicht wirklich mit der Autorin kompatibel bin. Ihre Charaktere gefallen mir auf den ersten Blick zwar immer, doch ab einem gewissen Punkt kann ich sie nicht mehr wirklich nachvollziehen und treibe von ihnen weg. Nur einmal auf diesen ganzen 336 Seiten fühlte ich mich wirklich vom Geschehen betroffen, während mir den Rest der Zeit irgendetwas fehlte. Ich habe das Gefühl, die Autorin hätte viel mehr aus diesen Charakteren und ihrer Grundidee herausholen können, hat diese Chance aber leider nicht genutzt.



Trotz allem danke ich dem Verlag für dieses Rezensionsexeplar!

Liebe Grüße, eure Sophia

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen