Samstag, 8. August 2015

Ich wünschte, ich könnte fliegen

Zeichnerin: Kozue Shiba
Verlag: Tokyopop
Reihe: 1-3/3
Seiten: 196 pro Band
Kapitel: 1-6/7-12/13-18
ISBN: 978-3842003149 (Band 1)
-3842003156 (Band 2)
-3842003163 (Band 3)
Preis: 6,50€ pro Band
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Die Mangaka:

Schon seit sie ein kleines Mädchen war, träumte Kozue Chiba davon, Manga zu zeichnen. 2004 debütierte sie mit der Kurzgeschichte »Nude no jikan« im Magazin Sho-Comi. Seither hat sie eine ganze Reihe von Geschichten im Magazin veröffentlicht und sich damit in die Herzen der Fans gezeichnet. [...] In Deutschland erscheinen ihre Werke seit Oktober 2011. Den Anfang machte die dreibändige Serie Ich wünschte, ich könnte fliegen …, die auch die hiesigen Romance-Leser sofort in ihren Bann schlug. Q


Meine Meinung zu diesem dreibändigen Manga:


Diesen Manga, der insgesamt aus drei Bänden besteht, habe ich bei einer Freundin (Antonia von Fancy BookQueen) im Regal stehen sehen und der Titel hat mich total angesprochen. Da ich sehr lange schon keine Mangas mehr gelesen hatte und Antonia diesen hier wirklich toll findet, dachte ich mir, ich könnte ihm mal eine Chance geben, auch wenn ich nicht so der Manga – Typ bin.

In allen drei Bänden geht es vor allem um Shio Nanahara, ein zuerst noch sehr schüchternes und zurückhaltendes Persönchen, dass sich vor allem mit ihrer Musik auszudrücken versucht. Doch diese Musik zeigt sie ja am Anfang dieser Geschichte noch niemanden.
Doch eines Tages stößt sie auf dem Schuldach, ihrem ganz persönlichen Rückzugsort, auf den Klassenclown Nao Takagi, den sie schon sehr lange bewundert, da sie seine "Flügel der Freiheit sehen" kann, jedes Mal, wenn er irgendwelchen Mist veranstaltet. Er ist ein ziemlicher Freigeist und lässt sich von Lehrer oder seinen Eltern nichts sagen. Außerdem ist er ein richtig guter Gitarrist und entdeckt schon bald, dass Shio eine bezaubernde Stimme hinter ihrem schüchternen Auftreten verbirgt.
Zwischen den beiden entwickelt sich schon sehr bald eine innige Freundschaft und sie beschließen, ihre Träume in die Wirklichkeit umzusetzen und auf die Konsequenzen zu pfeifen …

Kozues Zeichenstil
Shio wirkte den Großteil dieses Mangas auf mich wirklich sehr naiv. Auch lässt sie sich von vielen als „Engelchen“ und „Kleine“ bezeichnen, anstatt mal ihren Mann (ihre Frau) zu stehen und sich mal irgendwie als eigenständige Person zu positionieren. Ich hatte leider sehr oft das Gefühl, dass sie sich hinter anderen verstecken muss. Im dritten Band geht es jedoch dann darum, dass sie lernt, selbstständig Stärke zu beweisen, wobei ich sie dann mehr leiden konnte.
Nao hingegen wirkte zwar auch etwas träumerisch, aber er versuchte stets, ihr zu helfen und ihnen beiden ihren großen Traum zu erfüllen. Auch wenn er manchmal etwas aufdringlich wirkte und auch ein kleiner Bad Boy ist, mochte ich ihn sehr.

Der unbenannte Bandboss, den Shio und Nao in Tokyo treffen, spielt auch eine sehr große Rolle. Er würde Shio mit ihrer großartigen Stimme in seiner Band aufnehmen, jedoch ohne Nao, was ein gewaltigen Keil zwischen die beiden „Freunde“ treibt. Er wirkt auch sehr aufdringlich, jedoch auch irgendwie sehr freundlich und respektvoll,
Der unbekannte Bandboss als Chibi :D
obwohl sich da bestimmt einige mit mir streiten könnten. Immerhin akzeptiert er, dass die beiden etwas füreinander empfinden und lässt die Finger von Shio. Insgesamt finde ich diesen Charakter ziemlich cool, jedoch hätte ich mich gefreut, ihn mit einem Namen anreden zu können. Es hat mich auch wahnsinnig gefreut, als er in Band drei nochmal einen Auftritt hatte, auch wenn er nur sehr kurz war.


Auch Shu, Noas Exfreundin, mochte ich sehr. Sie spielte in Band drei eine ziemlich große Rolle und hat sich viel für Shio engagiert. Jedoch fand ich es etwas unrealistisch, dass sie kein einziges Mal irgendwelche Anzeichen für Eifersucht zeigt.

Was mich an diesem Manga ziemlich gestört hat, ist, dass die Mangaka immer wieder irgendwo hin Skizzen und Zeichnungen, die überhaupt nicht zum Inhalt des Buches oder zu den Charakteren gehören, gezeichnet und diese dann auch noch mit Kommentaren versehen hat. Auch wenn ich glaube, dass dieses Phänomen auch in einigen anderen Mangas auftaucht, hat es mich hier wirklich gestört.

Fazit: Ein ganz unterhaltsamer Manga mit schönem Zeichenstil und einer rührenden Geschichte, der aber, wie bei vielen anderen Mangas auch, an Tiefe fehlt.

Liebe Grüße, eure Sophia

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